Ab in den Süden, die Idee der RGV wandert nach Kärnten! Mit dem Pilotprojekt „Regionale Gehölzvermehrung Krappfeld“ soll Biodiversität im Bereich der Gemeinde Kappel am Krappfeld sowie im Europaschutzgebiet Mannsberg - Boden „verwurzelt“ werden.

Im Kooperationsprojekt der RGV mit der Arge NATURSCHUTZ werden teils gefährdete Gehölzarten der Region vermehrt, kräftige Jungpflanzen herangezogen und letztendlich gemeinsam mit Bauern, Jägerschaft, ImkerInnen und anderen AkteurInnen wieder in der Region ausgepflanzt, aus der sie ursprünglich stammen.

Damit werden, wie bereits seit 20 Jahren in Niederösterreich, wichtige Beiträge zur Erhaltung der genetischen Vielfalt der regionalen Wildgehölzflora geliefert und wirksame Maßnahmen zur Bewahrung des Kulturlandschaftscharakters und des Landschaftsbildes geleistet.

Vorrangig sollen unter anderem wichtige Habitatstrukturen für Vogelarten wie den Neuntöter oder das Niederwild geschaffen, die Nahrungsgrundlage für Bienen und andere Insektengruppen verbessert und Uferbegleitgehölze an Gerinnen entwickelt werden. Durch die in Abstimmung mit der Naturschutzabteilung durchgeführte Vermehrung von Arten mit Schutzstatus können auch Arten erhalten werden, die gemäß Roter Listen und gesetzlicher Regelungen bedroht bzw. geschützt sind.

Ziel ist es, neben der Vermehrung der garantiert heimischen Gehölze, die regionale Gehölzflora mit ihrer naturschutzfachlichen Bedeutung auch anschaulich zu vermitteln und der Bevölkerung näher zu bringen. Im Rahmen von Veranstaltungen wie geführten Exkursionen und einem saisonalen Event werden BürgerInnen mittels bewusstseinsbildender Aktionen und Materialien näher zum Naturschutz herangeführt und junge, heimische Wildgehölze verwurzelt.


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Schnnebirnenpate mit Ines Lemberger (Biosphärenpark Wienerwald) und Klaus Wannigner (RGV) bei einer gerade verwurzelten Schneebirne, Foto: Ines Lemberger Schneebirne verwurzelt
Die 2010 gesetzte Sichtschutzhecke ca. ein Jahr danach der Auspflanzung (Foto: J. Pölz, 2011) NÖ Heckentag