Die heimische Pflanzware und natürlich alle Events wie den jährlichen Heckentag würde es ohne unsere eifrigen BesammlerInnen nicht geben. Über die ganze Landesfläche von Niederösterreich und Salzburg verteilt werden Schlehen, Hetscherl, Nüsse, Beeren, Kapseln und Kerne besammelt und anschließend aufbereitet. Die Sammelmengen können sich sehen lassen, immerhin kommen pro Saison von hunderten Sammelbeständen an die 5 Tonnen Früchte zusammen! Die Arbeit ist dazu noch ziemlich anstrengend, denn die besammelten Gehölzbestände zwingen zum Bücken und Strecken, Klettern und Kriechen. Manche der Sträucher sind noch dazu „bewaffnet“ und wehren sich mit Stacheln und Dornen.

Wir könnten es uns natürlich im Sinne des berühmten Churchill-Sagers „no sports“ leichter machen und uns eine bequeme Ernte-Plantage anlegen, allerdings würden wir damit einen schweren fachlichen Fehler begehen. In der RGV praktizieren wir nämlich das Prinzip der Offenbestäubung, bei dem die Bestäubung unter natürlichen Bedingungen erfolgt und die Bestäubungspartner zufällige, aber gebietscharakteristische Umgebungspflanzen sind. Damit gewährleisten wir, dass in den besammelten Gehölzsamen immer eine gewisse genetische Breite steckt und die Verantwortung darüber überlassen wir gerne den Wildbienen, Hummeln, Käfern und sonstigen Blütenbesuchern.